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Erding, den 12. Dezember 2011
Projektmanagement-Trends 2012: Druck auf Mittelständler und Großunternehmen steigt - parameta Projektberatung hält entscheidende Entwicklungen fest
Den aktuellen Entwicklungen nach rechnen die fünf Wirtschaftsweisen für 2012 mit einem mageren Wachstum. Wie die letzten Jahre gezeigt haben, erhöht das den Druck auf Mittelständler und Großunternehmen. Wachsende Marktdynamik und komplexere Technologien machen effizientes sowie effektives Projektmanagement zu einer wichtigen Querschnittkompetenz. Die Relevanz professioneller Projektarbeit für Unternehmen steigt zusehends. "Die Erfahrung zeigt: In guten Zeiten stoßen Unternehmen Wachstums- und Innovationsprojekte an, in schwierigen Kostenreduktions-, Verlagerungs- und Restrukturierungsprojekte", erklärt Dr. Michael Streng, geschäftsführender Gesellschafter der parameta Projektberatung. "Egal um welche Projekte es sich handelt, Verantwortliche im Unternehmen sehen sich mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert: Welches sind die richtigen Projekte, die unter Berücksichtigung von Mensch, Methode und Technologie das Erreichen der Unternehmensziele garantieren? Welche Projekte auswählen, welche weiterführen und welche stoppen? In unseren Beratungsaufträgen sind dies die entscheidenden Fragestellungen, die Antworten fordern und im Jahr 2012 weiterhin essenziell für erfolgreiches Projektmanagement sein werden."
Drei Projektmanagement-Trends für 2012
Resultierend aus Beratungsaufträgen und eigenen Analysen, benennt parameta folgende
Trends für 2012:
Trend 1: Machen wir die richtigen Projekte?
Vom Einzelprojektmanagement zum Portfoliomanagement
Machen wir die richtigen Projekte? Diese Frage wird auch 2012 entscheidend sein. "Zahlreiche Projekte zeigen, dass viele Probleme, die im Einzelprojektmanagement verortet wurden - zu wenige Personal, Projekte dauern zu lang und sind zu teuer - ihren Ursprung im Portfoliomanagement haben", weiß Dr. Michael Streng aus seinen Beratungsaufträgen. Entscheidend für den Erfolg ist der Auswahlprozess: Durch diesen stellt das Portfoliomanagement sicher, dass bei begrenzten Ressourcen nur die Projekte angestoßen werden, die die Unternehmensziele bestmöglich unterstützen. Der Auswahlprozess orientiert sich an den vorgegebenen Unternehmenszielen sowie die limitierten Ressourcen. "Das klingt theoretisch logisch und einfach, wird häufig aber nicht praktiziert. Das Einzelprojektmanagement läuft meist dann erfolgreich, wenn die Auswahl der Projekte von Beginn an sauber erfolgt.", erklärt Dr. Michael Streng.
Nutzeninkasso im Fokus
Der Nutzen von Projekten steht damit im engen Zusammenhang. In Zeiten wachsender Unsicherheit und schrumpfender Budgets und Ressourcen liegt 2012 ein großer Fokus auf der Frage: Bringen Projekte den versprochenen Nutzen ein? Bedeutend dafür werden auch die Auswahlverfahren. "Unsere aktuelle Studie ‚Die Kunst der richtigen Projektauswahl in IT-Projekten‘ zeigt, dass gerade einmal 55 Prozent der Unternehmen bei der Projektauswahl einem festen, übergreifenden Prozedere folgen. Und die meisten halten sich nicht einmal an diese Prozesse: Nur 12 Prozent der Unternehmen wählen Projekte strikt nach ihren selbst definierten Regeln aus. Diese zwei Hauptergebnisse unserer Experten-Studie zeigen viel Potenzial in diesem Bereich", erklärt Dr. Michael Streng.
Trend 2: Steigende Nachfrage nach Tools
Die Nachfrage nach Tools wird auch im neuen Jahr weiter steigen. "Wir beobachten, dass Unternehmen sich davon schnelle Hilfe versprechen. Zudem sind auch 2012 ausreichend Budgets dafür vorgesehen. Komplexere und zahlreichere Features werden zu noch mehr Ernüchterung führen. Denn auch diese lösen die Probleme nicht.", führt Dr. Michael Streng aus. Allerdings geht der Trend weg von riesigen umfassenden Tools hin zu schlanken PM-Softwarelösungen. Überladene Systeme mit immer noch mehr Funktionen erschweren erfahrungsgemäß die Arbeit und schrecken Mitarbeiter ab. "Ziel eines Tools ist es, dass die Menschen den Vorteil erkennen. Das ist entscheidend für den erfolgreichen Einsatz. Bei der erwarteten steigenden Nachfrage, ist auch 2012 die professionell durchgeführte Softwareauswahl von Bedeutung.", so Dr. Streng weiter.
Trend 3: Weniger Agilität
Kürzer werdende Innovationszyklen, rasche Marktveränderungen und dynamische Rahmenbedingungen erzeugen Ergebnisdruck und wachsende Erwartungshaltungen im Management. Agile Ansätze zeigen Wege auf, um möglichst beweglich darauf zu reagieren. Zunehmend verschwimmen die Begriffe und es ist von "agilem Projektmanagement" die Rede. Grundsätzlich ist eine scharfe Trennung der Begriffe zu vollziehen. Bei den gängigen Schlagworten, wie beispielsweise Scrum oder Crystal, handelt es sich um schlanke, agile Prozesse. Je nach Problemstellung lassen sich diese sehr erfolgreich in das Projektmanagement einbinden. Aber, agile Arbeitsweisen erfordern ein darauf abgestimmtes agiles Management. "Die Erfahrungen zeigen, dass agile Methoden häufig bei kleineren Teamgrößen von 3 bis 30 gesehen werden. Wichtig für den Erfolg von Agilität ist eine sehr gute Methodenkenntnis der Mitarbeiter. Sehr positiv wirkt sich die Methode beispielsweise in der Softwareentwicklung aus. Geht es um die Existenz des Unternehmens oder um die Ausrichtung der Unternehmensziele ist hingegen das klassische Projektmanagement gefragt", weiß Dr. Michael Streng. "Für den Unternehmenserfolg muss sich das Management im Klaren darüber sein, welche Unternehmensziele es verfolgt. Das lässt keinen Raum für "agiles Projektmanagement", denn die Anforderungen für die Projektauswahl müssen bekannt sein."
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